Neue Rubrik: Angeln - Tipps & Tricks ! 23.01.2013           

Unter dieser neuen Rubrik gibt es künftig immer wieder Tipps & Tricks zum Thema Angeln. Hier möchte und werde ich Saisonbedingt einiges über das Angeln hier veröffentlichen um so den einen oder anderen Angler damit Hoffentlich weiter helfen zu können.

Tipps & Tricks: Angeln im Winter! 

Ein schöner Fisch ist ins Netz gegangen.

Im Winter sind die Fische bekanntlich sehr träge weil durch die niedrigen Temperaturen die Fische ihren Stoffwechsel herunter fahren und so wenig Nahrung aufnehmen. 

Ein gut gefüllter Unterfangkescher ist der Lohn für einen Ansitz im Winter!

Hier ist beim Angeln im Winter oft weniger häufig mehr, um so            Erfolgreich noch den einen oder anderen Fisch überlisten zu können.

Darum habe ich viele Tipps hier mit ein paar Bildern ergänzt. 

Das Angeln beginnt schon bei der Auswahl des Angelplatzes. Je nach Windrichtung kann es Vorteilhaft sein z.B. bei Süd oder Süd-Westwind sich auf die Wind zugewandte Seite zu setzen wenn man vielleicht an einen stehenden Gewässer angelt, da der Wind das Wasser erwärmt und das Wasser umkehrt. Ein paar wenige Grad können da schon einen guten Angeltag ausmachen. Wer will kann die Wassertemperatur ja mal mit einem Thermometer messen.

Der Wind kommt von hinten und kehrt das warme Wasser um.

Beim Ausloten ist es Wichtig die richtige Tiefe zu ermitteln. Schon wenige Zentimeter können über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.  

Verschiedene Bleie zum Ausloten. Ob direkt am Haken oder auf die Bissanzeigerschrote geklemmt zeigen sie uns die richtige Wassertiefe.

Auf die richtige Auswahl der Pose sollte nicht überschätzt werden. Je nach Gewässertyp, Wind und andere äußere Einflüsse kann viel davon abhängen. Eine Rote Antenne einer Pose ist am besten Sichtbar. Aber bei schlechten Lichtverhältnissen sind gelbe Antennen besser und bei Gegenlicht lohnt es sich die Antenne mit einen schwarzen Edding (Wasserfest) die Antenne schwarz an zu malen. . 

Edding u.a. helfen uns auch die Antennen der Posen umzufärben oder eben auch Antennen zum wechseln gibt es schon für verschiedene Posen.

Die Hauptschnur sollte den Gewässergegebenheiten angepasst werden. Auch in einen Kanal oder Stillwasser wo nicht unbedingt größere Fische erwartet werden kann man ohne Probleme mit einer dünneren Schnur Erfolgreich Angeln zum Beispiel 0,10mm reichen schon aus.  

Hauptschnüre von 0,08mm bis 0,12mm sind an normalen Gewässern völlig ausreichend.

Die Gummizüge sollten den zu erwarteten Fischen angepasst werden. Ein dünneres Gummi mit 0,85mm ist durchaus ausreichend um auch größere Fische sicher zu Drillen ohne diese zu verlieren.  

Gummizüge gibt es viele Sorten und Stärken. Je nach Gewässer, Jahreszeit und Fische benutze ich welche in 0,6mm, 0,85mm, 1,05mm und 1,25mm und diese werden meist weich eingestellt um nicht so viele Fische auszuschlitzen.

Die Bebleiung hängt ab vom Gewässer und der Gewässertiefe. Zum Beispiel können hier im Stillwasser auch Schrote der Größe 10 bis 13 den feinen Unterschied ausmachen. So lohnt es sich auch mal eine Kettenbebleiung zu Angeln die mit 12 Schroten hinter den Vorfach im Abstand von ca. 25cm / 50cm / 75cm anfängt um dann den Rest 10 bis 15cm höher in der Größe 10 und größer als Hauptbebleiung enden zu lassen. Das hat den Vorteil das der Köder langsamer Absinkt und die Chance erhöht beim Absinken der Montage einen Fisch zu fangen.  

Feine Schrote bringen oft mehr Fische an den Haken. So können mehrere 12 Schrote auf der Montage mehr einbringen als 10er Schrote.

Das Vorfach ist entsprechend der Hauptschnur und der Stärke des Gummizuges anzupassen. Diese können beim Angeln auf Rotaugen im Stillwasser 15cm bis 22cm betragen. Auch sollten diese in den meisten Fällen dünner als die Hauptschnur sein z.B. Hauptschur 0,10mm und das Vorfach 0,08mm. 

Wer viel Angeln geht hat oft die nötigen Vorfächer in allen Größen in einer Hakenbox.

Der Haken sollte je nach Angelart Klein und eventuell dünndrahtig sein um ein leichteres eindringen in das Fischmaul zu ermöglichen. Am Anfang beschränke ich mich nicht gleich den kleinsten Haken zu gebrauchen um einen besseren Fisch nicht zu verlieren. Besser erst mit einen Haken der Größe 20 beginnen. Kleiner geht später je nach Beißverhalten immer noch. Dies gilt auch für die Stärke des Vorfaches.  

Kleine Haken bis 22 und Vorfächer bis 0,07mm für das ganz feine Fischen ( auch 0,06mm bis Hakengröße 26) können einen manchmal vor der Null retten.

Bei der Tragkraft der Pose heißt es: So leicht wie möglich und so schwer wie nötig. Nach dem man Hoffentlich die richtige Pose ausgewählt hat sollte man die Posenantenne so scharf wie möglich einstellen so das nur wenige mm aus dem Wasser ragen. Kleinste Bleie kann man ohne Probleme über der Hauptbebleiung anbringen oder die Posenantenne mit etwas Vaseline versehen wieder etwas Auftrieb geben.  

Vaseline gibt Auftrieb. Diese ist über 12 Jahre alt und eine Anschaffung fürs Leben.

Knoten haben unterschiedliche Tragkräfte. Ein Schlaufenknoten hat weniger Tragkraft als ein Doppelachtknoten. So kann man bei einen Doppelachtknoten am 0,08mm Vorfach seine Tragkraft je nach Monofiler Schnur um über 200g erhöhen bevor sie reißt und dadurch dünnere Schnüre Angeln. Hier beziehe ich mich im wesentlichen auf die Super G-Line von Gammakatzu als Hauptschnur und der G-Line als Vorfach, die ich selber seit 15 Jahren benutze.  

Das Angelfutter sollte Nährstoffarm sein. Auch kann man das Futter mit Erde strecken und gleichzeitig damit eine Wolke erzeugen um die Fische auch aus der Entfernung an den Futterplatz zu locken.  

Dieses Futter ist fein gemahlen und sättigt die Fische nicht so schnell.

Im Winter ist es sehr Wichtig den Futterplatz so klein wie möglich zu halten, damit die wenigen Fische nicht noch unnötig verteilt werden. So ist ein konzentrieren der Fische weitaus besser und ohne Probleme mit den Polecup gezielt machbar.  

Mit dem Polecup bleiben die Futterplätze klein.

Mit lebenden Ködern sollte man sparsam umgehen. Lieber ein paar wenige Pinkies im Futter statt Maden die die wenigen Fische schnell sättigen. Nachlegen kann man immer noch. 

Pinkies locken die Fische oft aus die Reserve und sättigen nicht so wie große Maden.

Caster können im Winter ganz besonders auf Rotaugen sehr fängig sein. Hier kann schon mal eine Menge verfüttert werden z.B. im Hafen wo sich viele Fische im Winter versammeln.  

Frische Caster sind vor allen in Häfen ein unschlagbarer Köder.

Hanf ist die Droge schlecht hin. Man kann nicht nur damit die Fische auf den Platz halten sondern auch mit Hanf am Harken angeln. Diesen kann man z.B. mit Vanillezucker einen anderen Geschmack geben und das gekochte Hanfwasser zum anrühren des Angelfutters verwenden.  

Hanf gekocht bringt oft Rotaugen und andere Weißfische auf den Futterplatz.

Nachfüttern kann man in stehenden Gewässern auf verschiedene Arten in dem das Futter sehr trocken gehalten wird und sich geraden so eine kleine Futterkugel formen lässt und beim Aufprall auf die Wasseroberfläche zerplatzt. Aber auch das übernässen des Futters kann Vorteilhaft sein. So wird gleich eine Wolke gesetzt die die Fische wieder neugierig macht.  

Dieses Futter würde beim werfen auseinander brechen. Es eignet sich aber Hervoragend um mit den Polecup anzufüttern.

Um Fische wieder Aktiver auf den Futterplatz zu machen kann man in regelmäßigen Abständen je nach Beißverhalten kleine Portionen Pinkies z. B. 10 Stück alle 10 Minuten mit einen kleinen Becher an der Rutenspitze raus bringen.  

Verschiedene Formen für Pinkies, Maden, Caster und Futter an der Rutenspitze. Genauer nachfüttern geht nicht.

Dipps haben sich oft bewährt. Es gibt eine riesige Palette verschiedener Dipps die im Winter positiv auf die Fische eine Wirkung haben. Leber, Coldwater, Muschel, Knoblauch und viele andere sind oft einen versuch Wert.  

Dipps zum eintauchen oder einpinseln gibt es ohne Ende. Aber sie sprechen die Fische im Winter usw. an.

Angelköder aus Kunststoff sind Selbstverständlich auch eine Option im Winter. Vor allem rote Farben bringen hier oft noch einen Fisch wenn nichts mehr geht. Auch Mystic mit seinen Klebstoffgeruch gehört dazu. Viele verschiedene Farben können in Verbindung mit einer Maden oder einen Pinkie den Ausschlag geben.  

Ob Würmer, Mais, Mückenlarven und Maden usw. in verschiedene Farben alles kann - nichts muss. Oft bringt die Farbe mit der Made zusammen den Erfolg vor allem beim Feederangeln wird davon oft gebrauch gemacht.

Futterfarben sind ein Muss. Gerade im Winter werden unsere Gewässer heller und die Farbe des Futters kann sich Positiv oder auch Negativ auf unseren Fang auswirken. Darum werden im Winter oft schwarze oder dunkelbraune Futtermischungen verwendet um eine Scheuchwirkung der Fische entgegen zu treten. So hat man die Chance auch noch den einen oder anderen Fisch mehr zu fangen.

Futterfarben in Schwarz & Braun aber auch andere werden heute Ganzjährig eingesetzt.

Stippen in Teichen im Winter kann sehr Erfolgreich sein wenn man die tiefsten Stellen kennt. Dort halten sich für gewöhnlich die meisten Fische auf. Da kann es sich lohnen auch mal genauer auszuloten oder sich Tipps bei den örtlichen Angelgerätehändler oder Angelfreunden zu holen.  

Auch die Sonne kann uns im Winter sehr Hilfreich sein. Ende Februar oder Anfang März wenn die Tage länger werden und auch die Temperaturen ansteigen und bei viel Sonnenschein erwärmt die Sonne sehr schnell die flacheren Bereiche in Angelteichen. Ein versuch lohnt sich allemal den Flossenträgern aufzulauern.  

Auch die Sonne kann im winter kräftig scheinen.

Nach dem Anfüttern sollte der Haken gerade den Grund berühren oder darf auch mal wenige Zentimeter über den Grund schweben. Wer mit Mückenlarven angelt sollte dies gleich ausprobieren da die Vers de Vase über den Grund schweben oder auf den Boden sinken und die großen Mückenlarven auch Joker genannt am Haken versuchen sich am Boden festzuhaken und durch ihre schwingende Bewegung die Fische so leichter zum Anbiss reizen.  

Bei leichten Wind sollte man die Rutenspitze unter Wasser tauchen und die Schnur gleich mit unter Wasser ziehen. Aber man kann auch ein kleines Bissanzeigerblei der Größe 10 bis 13 je nach Tragkraft der Pose ca. 10cm vom Posenkörper entfernt anbringen um so die Schnur unter Wasser zu bringen um damit das abdriften der Pose zu vermeiden.

Die Rutenspitze ist im Wasser getaucht und die Schnur unter Wasser gezogen. Dadurch halte ich den Köder ruhiger und der Fisch wird nicht so schnell Misstrauisch.

Fische haben in Teichen und anderen Stillgewässern viel Zeit sich den Köder ganz genau anzuschauen. Unauffällige Köder wie Maden und Pinkies kann man bei schlechten Beißverhalten besser auf den Haken ziehen. Bei sehr kleinen Haken kann man auch mal das Ende einer Made an der Spitze des Hakens einhängen. Die Hakenspitze bleibt frei. So lassen sich misstrauische Fische auch mal überlisten.

Bei Unterströmung driftet die Pose im Teich weg. Erfahrungsgemäß mögen die meisten Fische das nicht. Hier sollte man ca. 10cm bis 15cm des Vorfaches auf den Boden legen. Hier kann man die Pose blockieren oder mit der Drift das Vorfach nachschleifend anbieten um die Fische zum Anbiss zu verleiten.

Wer regelmäßig mit der Pose spielt ist beim Stippen im Teich oft Erfolgreicher. So sollte man die Pose mal ein paar Zentimeter mal anheben oder vorsichtig mal nach links oder rechts ziehen. Dies bringt fast immer den einen oder anderen Fisch mehr ein.  

Posenmodelle gibt es viele. Je nach Wind kann man sehr schlanke Posen aber auch bis zu eiförmigen Posen angeln, wenn es zum Beispiel sehr windig ist eigen sich sogar Strömungsposen mit Stahlkiel am besten. Sie stellen sich sofort auf und sind durch ihre Trägheit besser weil sie nicht so viele Bewegungen auf die Montage übertragen und zeigen auch einen Biss im Mittelwasser sehr gut an.  

Die Pose links mit Karbonkiel brauche ich oft wenn ich breite Seerosenfelder überbrücken muss. Sie stellt sich erst auf wenn das Blei den Boden erreicht hat und gibt mir die Zeit zum aufstecken des Topsets an der Stipprute um sie dann raus schieben zu können. Mit der rechten Pose mit Stahlkiel funktioniert das nicht und die Montage würde sich in den Seerosen verheddern und wäre verloren.

Mittlerweile gibt es auch Posen die unterhalb ihrer Antenne einen dünnen Karbonkiel haben und so die Pose viel tiefer im Wasser liegt und dadurch der Schwerpunkt des Posenkörpers nicht mehr viel Angriffsfläche bietet und die Montage viel ruhiger im Wasser steht. Dies bringt im Enddefekt eine bessere Ausbeute unseres Fanges ein.  

Ob Pose oder Waggler. Diese stehen bei Wind und Wellen viel tiefer im Wasser und der Köder verhält sich dadurch viel ruhiger, was eine bessere Köderpräsentation einbringt.

Thermokleidung im Winter ist ein Muss. Wer mehrere Stunden im Winter seinen Hobby nachkommen möchte sollte gut vorbereitet sein. Thermounterwäsche, T-Shirt, Pullover, Fleecejacke, Hose und einen 2 teiligenThermoanzug sowie eine Wollmütze und Thermosocken inklusive Winterstiefen mit alubeschichteten Einlagen und Handschuhe machen uns Winterfest.  

Styroporplatten oder ähnliche Wärmedämmung und sogar Holz in die richtige Größe geschnitten kann man unter die Stiefel legen bzw. auf einer Angelplattform. So bekommen die Winterstiefel keinen Kontakt mit Metall oder gefrorenen Boden und die Füße bleiben warm.  

Thermoplatten verhindern kalte Füße. Da die meisten ein Plateau aus Metall haben macht es sich bei Minusgraden schon bemerkbar.

Eine Wärmflasche mit Überzug kennt jeder. Diese nehme ich mit zum Wasser und packe sie gleich in die Kühlbox zu meinen Ködern. Thermoboxen speichern nicht nur Kälte sondern auch gut Wärme. Auch kann man sich kurz daran die Hände wärmen.  

Wärmflaschen halten im Winter die Köder warm und garantieren ein längere Lebensdauer in der Thermobox.

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Fertige Montagen, Vorfächer, Matchruten usw. erleichtern das Angeln bei Eis und Schnee im Winter. Wer einmal kalte Finger hat merkt sehr schnell wie schwierig es ist feinste Arbeiten noch zu verrichten.  

Verschiedene Montagen für fast alle Gewässerarten decken vieles ab. Nur noch das richtige Vorfach wählen uns schon kann es los gehen.

Kleine Köderdosen sind im Winter Unschlagbar. Diese mit einigen Maden und Pinkies gefüllt und in die Jackentasche gesteckt halten die Köder warm und lebendig. Außerdem sollte man die restlichen Köder in der Thermobox verwahren weil diese bei hohen Minustemperaturen sonst erfrieren können.  

Kleine Dosen für Maden und Pinkies sollten nicht fehlen. In die Jacke gesteckt halten sie die Köder warm und lebendig.

Eine heiße Suppe, Brühe, Tee oder Kaffee halten uns beim Angeln warm. Alkohol ist nicht so gut geeignet.  

Tee mit Zitrone, Kaffee oder Suppe machen das Angeln im Winter angenehmer weil es von innen wärmt.

Weißes Brot, Stuten oder Toastbrot eignet sich Hervorragend auch zum ausstechen. Diese Breadpunchausstecher gibt es in verschiedene Größen. Auch kann man mit fein gemahlenes weißes Brotmehl aus Toastbrot sein eigenes Breadpunch herstellen und mit ein wenig Koriander versehen und ein wenig Wasser vermischt einen guten Futterplatz anlegen.  

Aus Toastbrot kann man schnell Breadpunch herstellen und die Ausstecher sorgen für den passenden Köder.

Mystik ist ein Kleber der die Fische oft zum Anbiss reizt. Mit den vielen Farben ist man varriabel und kann hier und da den einen oder anderen Fisch mehr überlisten.   

Die Farbe macht manchmal den feinen Unterschied aus.

 

Gewürze im Winter sind im Winter ein Muss! Ob Koriander, Fenchel,Anis oder Zimt. Viele Fertigwürzmischungen sind auf den Markt vorhanden und den Fischen schmeckt es sicher. 

Meine eigene Gewürzmischung Rotauge Spezial siehe Tipps & Tricks möchte ich nicht vermissen.

Weitere Tipps & Tricks zum Angeln im Winter folgen! 

 

 

 

 

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