Große Rotaugen & Brassen am Twentekanaal 25.07.2013   

Der Himmel bedeckt, gut 17 Grad und jetzt konnte es endlich losgehen.

In den letzten 14 Tagen hörte man von teilweisen guten Fängen an der Lonnekerbrug am Arkestadion in Enschede. Da ich auf Grund der Hitze Gewitter erwarten musste habe ich mich kurz dazu entschlossen mal wieder einen Ansitz zu wagen, um bei Bedarf gleich das Auto aufsuchen zu können. Wer möchte schon bei Blitz und Donner ein Kupferkabel in der Hand halten (Ruten sind Leitfähig).

Die Briese tat gut. So wurde man die ersten Stunden nicht gegrillt.

So ging es Zeitig los um den warmen Wetter etwas zu trotzen und bei angenehmen 16 Grad verlief der Aufbau des Angelplatzes recht zügig. Auch die Cam wurde in Stellung gebracht um einen vielleicht guten Fang auf Video zu haben. So konnte dann endlich gegen 07:30 Uhr mit der Startfütterung begonnen werden.

Köder waren genügend vorhanden. Also immer rein damit

Zuerst gingen die ersten Fütterbälle mit Castern und Hanf und ein paar Maiskörnern versehen auf die 11m Bahn und nochmals 2 Fütterbälle mit einigen Pinkies und ein paar Maden hinterher. Die erste Stunde rührte sich nicht viel und es war auch wenig zu sehen von aktiven Fischen.  

Der Zählerstand ist noch Null, ich hoffe das ändert sich bald.

So fütterte ich mal zur Abwechslung mit dem Polecup ein paar Maden, darüber Caster und Hanf damit alles schön im Becher bleibt auf die 11m Bahn. Jetzt bekam ich die ersten Zupfer und kurz darauf den ersten Biss. Der Anhieb saß und der erste Fisch ein gutes Rotauge von über 200g konnte nach kurzen Drill in den Kescher sicher gelandet werden.  

Die Sonne stieg höher am Himmel und es würde wärmer.

Das war schon nicht schlecht. Nach 10 Minuten warten der nächste Biss und jetzt hing etwas Größeres dran. Brasse dachte ich aber hier lag ich komplett Falsch. Ein dickes Rotauge hatte die Made am 18 Haken genommen.  

Vorsichtig wurde das dicke Rotauge heran gedrillt.

Vorsichtig drillte ich den Fisch heran. Da freute sich Anglers Herz und dieser Fisch hatte dicke 600g auf die Waage gebracht. Danach war erst wieder Ruhe am Angelplatz eingekehrt.

Schönes dickes Rotauge im Kescher, da kommt helle Freude auf.

So brachte ich nach gut 30 Minuten erneut eine kleine Ladung mit dem Polecup raus.  

Sauber wurden die Köder auf den Futterplatz ausgekippt.

Kaum hatte ich die 1g Pose eingesetzt kam sie etwas raus, traute mich aber nicht anzuschlagen. Etwas angehoben und wieder sacken gelassen brachte wieder einen Biss und wieder ein gutes Rotauge über 300g.

Polecup mit Maden, Caster und Hanf brachten gute Fische.

Mensch Klasse. Die dicken beißen wieder und in dieser Größe war mir Schleierhaft. Sicher hatte ich im letzten Jahr auch Fische um die 200g und mit Ausnahme mal einen um die 300g. Sei es drum.  

Herrliches Rotauge und es sollten noch mehr folgen.

Ich blieb meiner Nachfütterung Treu, beim absenken der Montage hatte ich Biss und der Anschlag kam so schnell das der Fisch sicher am Haken hing. Wieder ein spannender Drill und wieder ein Dicker über 400g. So waren die ersten 2 Stunden um. 

Nicht die Konzentration verlieren, sonst wird man Leichtsinnig und verliert Fische.

Sollte mich dieser Kanal lügen strafen? Jetzt hatte ich aber den Gedanken wie sieht es mit den Fischen aus. Steigen sie und bekomme ich diese noch an den Haken? Ich musste etwas tun. So beschloss ich die nächste Futterung wieder mit Futter, vielen Castern und ein paar Maden.

Rotaugen liebe ich über alles.

Der Plan ging auf. Die Fische blieben auf den Boden und die nächsten dicken Rotaugen zwischen 200g und 400g gingen ins Netz. Danach kehrte wieder Ruhe ein. Fische weg? Denkste!                                                

Wieder eins und weiter geht es auf die Dicken.

Die Brassen kommen! Zuerst waren es Fische um die 800g und konnte in der 4. Stunde drei Brassen mit etwas zeitlichen Abstand fangen. Aber immer wieder durchbrachen dicke Rotaugen das Angeln auf Brassen.  

Meine erste Brasse auf Caster & Made. Schöne Fische hier.

Ich war was die bisherige Ausbeute an geht sehr zufrieden. Nur die Stückzahl war nicht so hoch, so dass zwischen 4 und 5 guten Fischen in der Stunde gefangen werden konnten. Hinzu kamen aber auch Fehlbisse bzw. die Anschläge waren nicht so Perfekt, weil die Rotaugen wohl auch mit den Köder spielten. So hatte ich auch den 18 Haken gegen einen 16 Haken gewechselt und diesen mit einem Caster und einer Made versehen.

Sicher landet diese Brasse in den Kescher.

Die 5. Stunde brachte mir eine ganz dicke Brasse um die 2000g ein, eine verlor ich im Drill ohne Chance und diese war auch nicht zu halten.  

Erst Brasse dann Rotauge im Wechsel.

Danach wieder das gleiche Bild. Eine Brasse gefangen und wieder ein Rotauge. Das Wasser fing an zu Strömen und zog nach links. Jetzt kann man sicher eine 3g Pose einsetzen. Hatte aber keine aufgebaut.  

Diese dicke Platte hatte mir einen spannenden Drill geliefert.

Jetzt zog ich meine Montage tiefer, setzte früher ein und angelte Stop & Go.  

Guter Fisch vor dem Kescher. Wahnsinn.

Zwischendurch blockierte ich meine Montage und die Bisse kamen so schnell, das mancher Anschlag leider ins Leere ging.  

Anhieb, Drill ........

Trotzdem konnte ich binnen 15 Minuten weitere Rotaugen fangen, darunter eins weit um die 500g. Danach beruhigte sich das Wasser wieder und strömte kurz danach nach rechts.  

Rotaugen auf den Kopf gedreht lassen sich gut abharken.

Es wurde schwerer an Fisch zu kommen und zu allem übel kam ein Schiff aus der Schleuse und verhieß nichts Gutes. Immer wenn Schiffe kommen war es das. Die Fische waren dann weg und das Angeln so gut wie beendet.

Immer wieder dicke Rotaugen......

So probierte ich mal etwas Neues aus und es klappte. Ich fing keine 15 Minuten später eine Brasse und danach gab es auch noch 2 Leinschwimmer, wovon ich einen Keschern konnte und den anderen nach 10 Minuten harten Drills fast zweimal in der Nähe des Keschers hatte, dieser aber sich noch 50 cm unter Wasser befand und dann leider ausharkte und meine 1g Montage in alle Richtungen verknotet war. Zum Glück habe ich genügend dabei und schnell ging es weiter.

Da kommt Freude auf oder?

So ging es in die 6. Stunde. Die Fänge rissen nicht ab. Sie nahmen zu und jetzt war mir auch meine Müdigkeit anzumerken. Doch die Fische gaben Gas. Wieder ein Dicker Brassen hing und zog nach links. Kein Entgegenhalten konnte ihm stoppen. So hielt ich ihm gut 4 oder 5 Minuten bis auch er sich aus dem Staub machte.  

Einfach zum genießen.

Danach biss mal zur Abwechselung ein kleines Rotauge von 30g und kurze Zeit später hing die nächste Brasse am Haken, die dann sicher gekeschert wurde. Die Sonne stand hoch am Himmel, es waren jetzt     31 Grad und es wehte kaum ein Lüftchen. Es wurde heiß und die Fische bissen immer noch. Mir reichte es aber langsam doch und legte die Rute ab um einzupacken und kaum passiert hatte ich wieder ein dickes Rotauge um die 400g am Haken.

Ein guter Fisch hängt und das 1,25mm Gummi leistet heute gute Arbeit..

Mal gut dass ich heute ein 1,25mm dickes ZIM ES Weiß gefischt habe und dadurch die Drills nicht in die Länge zog. Auch musste ich die Cam nicht aus den Augen lassen, was mir aber nach 3 1/2 Stunden doch passierte und ich die 2 Superfische nicht auf dem Video habe so glaube ich und den Akku wechseln musste. Aber 26 GB Videomaterial sind viel Arbeit und auch Freude mit einen neuen Video was sich sicher lohnt anzuschauen.  

Jetzt noch schnell wiegen. Die dickste Brasse heute.

Nach 6 Stunden war für mich Schluss für heute. Schließlich wollte ich hier noch mal hin und vielleicht kann ich noch ein Schüppchen drauf legen. Alles ausprobiert habe ich heute nicht. Das hebe ich mir fürs nächste Mal auf.  

Knapp 5700g für 6 Brassen hier sind nicht schlecht.

Insgesamt konnte ich 21 Fische fangen. Davon 6 Brassen und eine kleine von 150g. Dann die 14 Rotaugen wobei ich ein kleines und 2 Rotaugen über 15 cm hatte die zusammen ca. 200g wogen.  

Diese Brassen brachten heute 5700g auf die Waage. Zum vergleich die dicke Platte liegt unten rechts.

Aber die restlichen 11 Rotaugen hatten es mir angetan. Mit einem Durchschnittsgewicht von 330g pro Fisch ist für dieses Stück am Twentekanaal eine Seltenheit.  

Auch die Rotaugen brachten Stolze 4000g ein.

Die Fische hier wachsen gut ab und ich bin mir sicher, dass dies in ein paar Jahren vielleicht wieder ein Eldorado werden kann wenn der Kanal von Umwelteinflüssen verschont bleibt. So geschehen vor einigen Jahren wo die Reifenfabrik abbrannte und das ganze Stück dieses Kanals durch Löschwasser verseucht wurde und etliche Fische starben. 

Hier noch mal die Rotaugen im Wiegenetz.

Für mich war das heute Angeln auf Bonusfische und auch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich habe 2-mal gewogen. Zuerst die Brassen die 5700g auf die Waage brachten. Die Rotaugen schafften dann nochmals 4000g und das macht zusammen ingesamt 9700g Fisch.

Reichlich große Fische konnten heute gefangen werden.

Nach dem Angeln fuhr ich noch 1 Km hoch um zu sehen was bei den beiden Deutschen Anglern lief. Auch sie hatten ein paar dicke Rotaugen dabei und einer 10 Fische mit ca. 1500g und der andere 20 Fische mit 2000g. So habe ich damit verglichen keinen schlechten Fang gemacht und auch die 2 Holländer am anderen Ende der Strecke konnten auch so einen guten Fang nicht nachweisen.

Fazit:

An solchen Angeltagen wie diese erinnert man sich gern zurück. Nicht die Stückzahl sondern das Zustande kommen des Fanges war interessant. So haben auch meine Homepagebesucher etwas davon und vielleicht ist der eine oder andere mal wieder auf den Geschmack gekommen.  

Ingesamt 14 Rotaugen und eine kleine Brasse brachten 4000g auf die Waage. Einfach Geil!

Auch fühlte ich mich ein wenig an den Silokanal erinnert wo solche Rotaugen normal vorkommen. Hier aber nicht!                                      Dann wünsche ich allen viel Petri Heil und viele Fische.

Das Video wird in Kürze aber hier noch eingebettet und jeder kann sich so mal ein Bild von dem Fang machen. 

 

 

 

 

 

Click einfachstippen.com
01537789