Angeln am Albertkanaal in Riemst in Belgien vom 01.11.2014

Bericht Nr. 1

Der Albertkanaal in Riemst nähe Maastricht. Tolles Panorama.

Endlich ging es zum ersten Mal mit einfach stippen.de nach Belgien, wo wir an einem Angeln von Weltmeister Guido Nullens teilnehmen wollten.

Normaler Weise nur einen Steinwurf weit weg von Bree verläuft der Süd Willemsvaart, ein Kanal der seinen weiteren Verlauf Richtung Helmond hat.

Ein Blick auf das Wasser machte Lust auf mehr.

Leider wurde dort fast nichts gefangen und man entschloss sich für den Albertkanaal um dort zu Angeln.

Für Theo und mich kein Problem auch dort hin zu fahren. Steve hatte am Sonntag mit mir noch das Koppelangeln und so fuhren wir gegen     05:20 Uhr von Theo weg.

Wahnsinn bei Super schönen Wetter hier zu Angeln.

Um 07:35 Uhr trafen wir im Cafe in Gellek auf Guido Nullens und seine Helfershelfer. Dort wurden gegen 8 Uhr schon für alle Teilnehmer von einer neutralen Person die Plätze gezogen.

In Belgien wird anders geangelt als wir es vielleicht in Deutschland oder den Niederlanden kennen.

Eine Portion Taubenmist entspricht knapp 2 Kg.

Dort findet eben kein Angeln mit weiten Laufwegen statt wie ich hörte und darum wird auch vorher gelost, weil eben nicht jeder schon um        8 Uhr da ist.

Guido brachte seinen Taubenmist und die Mückenlarven samt Hakenköder für uns mit.  

Vorsichtig wird so viel Wasser hinzugefügt, bis eine weiche Masse entsteht die nicht Wässerig sein darf, da sonst das Futter zu nass wird. Mindestens 3 Kg Futter und Lehm werden benötigt.

Danach galt es alles fertig zu machen und den Taubenmist dünn zu bekommen. Zum Glück hatten wir reichlich Vorbereitungszeit und konnten uns der Futterherstellung hingeben.

So mussten die großen Mückenlarven durch das Sieb laufen gelassen werden und die kleinen Larven mit trockenen Lehm getrennt werden.

Topköder für den Haken waren diese Mücklarven auch Bloodworm genannt.

Danach kam sofort der Taubenmist dran. Mit Gummihandschuhen wurde ein weicher Papp gemacht und dieser dann mit 3 Kg Trockenfutter verrührt.  

Hinzu kamen später noch 1 Kg Lehm hinzu obwohl ich das dann doch ein bisschen zuwenig fand.

Durch ein Sieb laufen die Mücken dann sehr schnell durch.

Guido Nullens kam bei mir vorbei und Griff in meinen Futtereimer und sagte sehr gut. Klebt! So muss es dann wohl so sein.

Zwischendurch wurde mein Angelplatz aufgebaut und ich hatte mich für 3 Topset und den Polecup entschieden.  

Oben drauf bleiben von den 2 Portionen nur die toten und schlechten Bloodworm übrig.

Die Wassertiefe beträgt hier 5m oder etwas mehr und das Wasser steigt oder  sinkt teilweise bis auf 10cm.

Das muss man beim Angeln Berücksichtigen und anpassen, da am Anfang des Angelns erst mit stehenden Haken geangelt wird, sprich der Haken muss den Grund berühren bzw. 5cm aufgelegt werden.

Die Joker werden mit trockenen Lehm getrennt. Die Verse de Vase waren Top, keine 2 Minuten war alles getrennt.

Auch die Bissanzeigerschrote waren Unterschiedlich bei den Belgiern angepasst.

Mein Futter wartet auf den Taubenmist. Große Eimer erleichtern die Arbeit und das vermischen aller Zutaten.

So hatte ich mit dem Sieben des Futters reichlich zu tun, da ja alles sehr klebrig war. Auch die Dosierung mit Lehm ist Wichtig.

Hier können das zwischen 1 Kg und 2 Kg Lehm sein. Typisch Belgisch ist die Anfütterung. Meistens wird fast alles auf einmal gefüttert und danach nur sehr wenig oder gar nicht nachgefüttert.

Was für eine Aussicht. Links saßen noch 18 Angler.

Auch die Belgier schwören auf ihr Futter. So hatte ich bei beiden Nachbarn mal mehr als einen Blick geschmissen um mal einen Eindruck davon zu bekommen.

Auch der Angelplatz ist sehr eng. Die Straße hinter dem Angelplatz ist schmal und viele Radrennfahrer nutzen dieses Stück wie der Angler zum Training.  

Also hieß die Devise in der Kürze liegt die Würze. So begnügte ich mich mit der 11m Stipprute und platzierte den Abroller so, das die Rute nicht so weit in die Fahrbahnmitte hineinragte.

Rechts von mir dann die restlichen 32 anderen Angler.

Nur mit dem Abstecken des Keschers von 4m Länge hatte ich meine Probleme. Den steckte ich nach 2 Teilen ab, so dass er nicht mehr Gefährlich werden konnte oder gar zu Bruch geht.

So langsam rannte mir jetzt die Zeit davon, weil auch noch ausgelotet werden musste usw.

Jetzt wurde es Zeit die Köder ins Futter zu packen. Dort kamen dann eine Hand voll Caster, reichlich kleine Verse de Vase und gekochter Hanf.

Das Angeln kann beginnen. Auch hier muss wie in den Niederlanden das Angeln angekündigt werden.

Unsere Nachbarn die Belgier hatten verschiedene Köder und Saaten bei sich. Mais, Hanf, Millesaat, witte Tarwe (Weizen) und manches, was ich auf den ersten Blick nicht kannte.

Schließlich schaffte ich es 14 große Futterkugeln zusammen zu drücken und noch ein wenig Futter mit Lehm vermischt übrig zu halten.

Danach konnte ich noch ein paar Minuten auf Patrick Thijs schauen, der kurz vor der Startfütterung noch sein Futter auf den Punkt brachte und alles erst beim Start fertig zu bekommen.

Guido war so freundlich und machte ein paar Bilder von mir. Danke.

Das war so gewollt. Sein Bruder Lue angelte dieses Jahr seine erste EM und WM für Belgien und ist der Jüngere von beiden. Also hatte ich neben mir einen sehr starken Angler.  

Aber auch rechts von mir hatte mich ein weinig beeindruckt. OK. Jetzt wurde es Zeit und meine Uhr hatte noch nicht ganz die 10:50 Uhrzeit erreicht Erklang auch schon das Startsignal.

Schon plumpste es Überall und auch meine schweren Futterbälle flogen auf die 11m Bahn ins Wasser.

Angler unter sich. Theo hatte mit meiner alten Pro Shop 1 auch ein paar Bilder gemacht.

Danach musste ich noch meine Posen nachstellen, weil das Wasser gesackt ist und das eine oder andere wegräumen um einen ordentlichen Angelplatz vorzufinden.

Um 11 Uhr kam das Startsignal und 2 große Mückenlarven am 20er B 512 Rot von Kamasan hingen dran um mit der 1g Pose Marne von M.S. ins Wasser eingesetzt zu werden.

Theo saß auf Platz 37 im C-Sektor und ich hatte Platz 19 im B-Sektor inne. Jeder von uns hatte die gleichen Informationen um einigermaßen zu recht zu kommen.

Die Angellänge war hier zwischen 9,50m und 13m die hier geangelt wurde.

So hatten wir auch keine Erwartungen was das Angeln anbetrifft und wollten hier einfach dazu lernen und viel Spaß haben. Das Wetter spielte auch mit und bei sonnigem Wetter mit wenig Wind und Temperaturen fast an die 19 Grad und das am 01.11.2014!

Keine Minute war seit dem Einsetzen der Montage vergangen und ich hatte schon 2 Bisse aber keinen Fisch. Ja. Jeder denkt jetzt sicher wie kann das? Hier muss man 2 bis 3 Sekunden beim Anschlag warten.

Tut man das nicht bekommst du einen Fehlbiss und der Anhieb geht ins leere. Einfach kann jeder. Das war es aber leider nicht wie sich später noch heraus stellen sollte.

Dicht an Dicht standen die Autos und viel Platz ist dahinter nicht mehr.

Trotzdem gelang es mir schon mal ein kleines Rotauge von 8cm an den Haken zu bekommen und ich hatte schon mal einen Fisch. Der nächste Fisch war etwas kleiner und jetzt machte ich mir die ersten Gedanken.

Auch meine Nachbarn fingen kleine Fische. Jetzt probierte ich mal etwas anderes aus und nahm eine Made und eine große Mückenlarve.  

So wollte ich zumindest mal versuchen ein paar größere Fische zu fangen. Das nächste Rotauge hatte 10cm und danach ließ ich mal die Mückenlarve weg und siehe da es klappte.

Fast jeder war bereit zum Anfüttern seines Angelplatzes.

Die Fische wurden größer und auch die Anhiebe fanden immer besser ihr Ziel. So kam ich in der ersten Stunde auf 21 Fische. Da konnte ich echt nicht meckern. Meine Nachbarn hatten nicht so einen guten Start.

Die zweite Stunde verlief jetzt anders. Mein Nachbar Patrick bekam jetzt nach und nach größere Rotaugen an den Haken und fing an auch Caster auf den Futterplatz zu bringen.

Also musste ich jetzt auf Caster umstellen. Wieder hatte ich mehr Fehlbisse und hier zeigte sich das Erfahrung schon eine Menge wert ist. Ich hatte aber auch hier und da etwas bessere Rotaugen bis 70g an den Haken bekommen.

Die Kaderanglerin aus Belgien bei den letzten Vorbereitungen.

So endete die 2 Stunde mit 18 gefangenen Fischen und einen Zählerstand von 39 Fischen in 2 Stunden als Guido Nullens zu mir kam um zu schauen wie es bei mir läuft.

Bei meinen Anhieben nach dem Biss war er ganz erschrocken. Zu früh hieß es und doch hatte ich den Fisch sicher am Haken! Das konnte ich binnen weniger Minuten mehrfach beweisen und Guido sagte das Theo halt Probleme hatte am Anfang Fisch zu fangen.

Mittlerweile hätte er es Dank seiner Tipps es auf 24 Stück geschafft und so brauchte ich mir keine Gedanken zu machen. Danach ging er gleich einen Platz weiter.

Auch Theo wartet auf das Startsignal.

Die dritte Stunde des Angelns brachte weniger Fische und ich begann Vorsichtig mit dem Nachfüttern. Es war gewagt und könnte voll in die Hose gehen.  

Zwischendurch hatte ich immer wieder Caster und auch mal Hanf geschossen. Jetzt konnte ich in den nächsten 30 Minuten 3 große Rotaugen fangen und mit meinen Nachbarn Patrick gleich ziehen.

Die 4 Stunde wurde das Angeln schwerer. Da hatte ich gerade 52 Fische auf den Zähler und 13 Fische in der letzten Stunde gefangen. Ich hielt meinen Futter - Ryhtmus bei und der Wasserstand hatte sich geändert.

Die Belgierin konnte hier ein schönes Rotauge fangen.

Wieder war das Wasser gesackt und ich musste etwas verändern. Caster oder Mückenlarven kamen zusammen oder alleine zum Einsatz. Ich hatte immer das Gefühl das große Fische auf den Platz kommen.

Guido war auch wieder mal da und sagte mir das auf diesen Plätzen auch mal Brassen gefangen werden. So versuchte ich auch mal mein Glück mit der 1,50g Montage, die dann 15cm auf den Boden lag.  

So konnte ich aber wenigstens ein gutes Rotauge sowie ein paar Gründeln und auch mal einen Kaulbarsch dazu fangen. Jetzt hatte ich noch die Chance alles oder nichts.

Nur beim abstecken oder beim einholen des Keschers war Gefahr auf der Straße.

Ich entschied mich nachzufüttern mit mehreren Bällen um dann nicht mehr Futter zu bringen, da die letzte Stunde des Angelns oft schlechter gefangen wurde.  

Mein Bauchgefühl war da nicht ganz dafür aber ich hatte die Hoffnung das es doch noch klappen könnte meinen Angeltag so gut wie möglich zu gestalten.  

Mit 61 Fischen ging es in die letzte Stunde und die ersten 20 Minuten waren geprägt von vielen Fehlbissen. Danach besann ich mich darauf nochmals die Pose 5cm flacher zu stellen und siehe da es klappte.

Das Wiegekommando bei der Arbeit. Mein Nachbar war nicht so gut gelaunt, hatte er doch 2 gute Rotaugen im Drill verloren.

jetzt fing ich fast Fisch auf Fisch und versuchte soviel Kleinfisch wie möglich zu fangen. Binnen 15 Minuten hatte ich 10 weitere Fische fangen können.

Danach ließen die Bisse nach und ich fütterte einen kleinen Ball per Hand um dann direkt einen dickeren Fisch an den Haken zu bekommen. Kurz darauf wurde das Angeln zäher.

Trotzdem wanderte der eine oder andere Fisch in den Kescher. Meine Nachbarn hatten schon die letzte Stunde wenig an den Haken bekommen und ich hatte immer wieder Bisse und Fische zu verzeichnen. Zuletzt bemerkte ich kleine aufsteigende Bläschen. Die Brassen waren da, aber leider zu spät. 

Mein Nachbar hatte 2620g gefangen. Super schöne Rotaugen sind dabei.

Am Ende des Angelns konnte ich 79 Fische fangen, davon 18 Fische in der letzten Stunde. Auch Theo brachte es immerhin noch auf 52 Fische.

So wurde schon gleich mit dem Abbau des Angelplatzes angefangen und sich kurz mit den Nachbarn ausgetauscht. Rechts von mir sagte ich brauche nicht mehr wieder zu kommen?

Ich hätte wohl hier schon geangelt und kenne das hier gut. Nein sagte ich ihm. Ich habe nur Informationen und mehr nicht.

Mein rechter Nachbar nahm mir mein erstes Mal hier am Albertkanaal nicht ab. Dafür hätte ich wohl zu gut geangelt! Sein Gewicht lag bei ca. 1700g.

Patrick hatte zwei dicke Rotaugen im Drill verloren. Wie er letztlich geangelt hat weiß ich ja nicht, da ich selbst sehen musste das ich voran komme.  

Für mich ist der Angeltag gut gelaufen obwohl ich mit den einen oder anderen Umständen zu kämpfen hatte.  

Die Sonne schien leider nicht immer, so das die Spiegelung auf den Wasser die Pose die nur 2mm herausragte nicht zu erkennen gab, ob man jetzt einen Biss hatte oder nicht.  

Mein Fang bestand aus 4 größeren Rotaugen und das Mittelmaß mit weiteren 75 Fischen. Am Ende blieb die Waage bei 3380g stehen.

Die Fische ziehen mit der Pose nicht weg sondern saugen den Köder ein und bleiben dort stehen. So bleibt die Pose einen oder wenige Zentimeter unter Wasser. Zu Hause kenne ich das anders.

Schon kam das Wiegekommando mit Lue an der Spitze und Patrick hatte mit 2620g einen guten Fang gemacht.

Jetzt kam ich an die Reihe. So gab es ein Kopfnicken und beim anhängen des Wiegenetzes ging es weit über 3000g. Super. So hatte ich heute 3380g auf die Waage gebracht und lag weit vorne damit.

Theo hatte beim Angeln leider Guido nicht gefragt ob er ein paar Bilder macht. Schade. Das Bild wird aber noch ersetzt.

Mein rechter Nachbar war leicht geknickt und brachte 1700g auf die Waage. Trotzdem fand ich ihm ausgesprochen lustig und nett. Ehrlich gesagt mit so einen guten Ergebnis hatte ich nicht gerechnet.  

Danach kamen 1100g und dann 3600g auf Platz 22 und ich ging meine Sachen weiter wegräumen. Anschließend holte ich dann Theo ab und danach ging es nach Gellek zum Cafe wo die Preisverleihung satt findet.

Die letzten Preise liegen auf den Tisch. Aber das war nur Nebensache.

Dort fanden wir noch Zeit an der Verlosung teilzumehmen und danach kamen die Ehrengaben.  

Sieger wurde Lue Thijs mit 4660g Gewicht im A-Sektor. Zweiter L. Nullens mit 4500g im D-Sektor. Dritter 3940g im B-Sektor. Vierter 2940g im C-Sektor.  

Theo sein Fang um die 1000g reichte leider nur für die hinteren Plätze im Sektor. Hauptsache es hat Spaß gemacht und man hat dazu gelernt.

Mit meinen 3380g reichte es für den 5. Platz im B-Sektor und Gesamtplatzierung 17 von 51 Teilnehmern. Aber die 220g bis zum 3. Platz oder weit mehr waren heute locker noch drin.  

Theo fand sich am Ende der Liste wieder. Zuviele Infos und auch das Problem mit dem Wasser, abstecken, Bisserkennung haben am Anfang des Angelns den Ausschlag gegeben. Guido konnte da Abhilfe bringen, was Theo aber nicht mehr aufholen konnte.

Fazit:

Wir von einfach stippen.de freuen uns auf solche Fänge.

Uns hat es Wahnsinnig viel Spaß gemacht. Theo war Super gut drauf und auch ich bekam vom Weltmeister Guido Nullens ein Lob mit auf den Weg nach Hause.

Für das erste Mal hier zu Angeln und nur mit den Informationen habe ich das Klasse gemacht. Die 220g hätte ich locker geschafft und das zuviel Füttern am Ende der 4. Stunde hätte ich auch anders gestalten können.  

Meine Nachbarn habe ich geschlagen und mit Patrick einen Klasse Angler. Hier war mehr drin heute für mich. Aber das Lob und das ich die Infos von Guido Nullens und auch Jo Adriolo fast 1:1 umsetzen konnte stimmt mich mehr als zufrieden. 

Hier mit Guido Nullens bei der Preisverleihung im Cafe.

Wir von einfach stippen.de freuen uns schon auf das nächste Angeln mit Guido und Lue an gleicher Stelle. Auch Steve wird dann dabei sein. 

 

 

  

  

 

 

 

 

 

 

 

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