Angeln mit Jonas an De Oude IJssel in Angerlo 09.07.2013

Jonas machte schon mal ein Bild vom vollgepackten Auto.

Am Dienstag ging es mal zu einer anderen Strecke von De Oude IJssel um dort unsere Erfahrungen zu machen. Da die Fänge nicht gerade berauschend gewesen sind beim Angeln von De Karper Winterswijk wollte Jonas trotzdem dort hin um mit der Feeder zu Angeln, damit wurde ja besser gefangen.  

Großzügige Angelplätze hier auf den Nummern 5 und 6 mitten in der Natur machen Spaß.

So wurde dann am frühen Morgen alles in die Tat umgesetzt und schon recht zeitig ging es los. Heute sollen es 28 Grad werden. Die Fahrzeit betrug gut 1 Stunde, mussten aber noch den richtigen Weg suchen um ans Wasser zu kommen.  

Jonas sein Angelplatz aus der Nähe.

Schließlich fanden wir eine Nebenstraße und keine 30m Entfernt wurden wir fündig. Jonas brachte alles zu Fuß dorthin und ich packte alles auf die Plattform um mit vereinten Kräften diese auf den Deich der nicht hoch ist zu ziehen.

Als Stipper braucht man mehr Zeit zum aufbauen.

Wunderschöne Aussicht und einladende Angelplätze lagen uns zu Füßen und so wurde zügig alles aufgebaut. Ich hingegen brauchte etwas länger musste ich hier erst einmal die Angeltiefe ausloten. Die Strömung war gering und so entschied ich mich für eine 0,75g und einer 1g Montage.

Viele Jungvögel hielten sich hier in der Nähe mit ihren Eltern auf.

Jonas hatte von mir einige verschiedene Speedkörbe usw. von zu Hause mitgenommen und entschied sich auf ca. 30m Entfernung zu Angeln. Auch wollten wir heute das selbstgemachte Feederfutter ausprobieren, das am Sonntag am Kanaal in Eefde schon mal ein schönes Rotauge einbrachte.

Hier ist ein längerer Kescherstab von Nöten und mindesten 4m sollten es sein, da auch die Dotterblumen hier reichlich in die Breite wachsen.

Das Feederfutter wurde noch verbessert und machte bei Jonas einen guten Eindruck. Jetzt kam es binnen 30 Sekunden aus dem Futterkorb und Jonas war mit dem Ergebnis dann auch zufrieden.

Jonas angelte mit dem Feederfutter in der Naturfarbe und schon nach wenigen Sekunden hatte sich der Ballen aufgelöst. Ob Gelb heute die optimale Farbe ist wird sich zeigen.

Nachdem die Wassertiefe bei gut 5m lag auf der 13m Bahn und die Strömung nahezu nicht bestand waren die Aussichten nicht die besten was das Stippen betrifft. Trotzdem kann man hier sicher auch ein paar Überraschungen erleben. 

Gegen 10 Uhr konnten wir endlich anfangen und keine 15 Minuten später hatte ich den ersten Biss und nach kurzen Drill landete ein gutes Rotauge in den Unterfangkescher.

Ein verheißungsvoller Anfang. Das Rotauge hatte auf einer Made am 18 Haken gebissen.

Jonas hatte den ersten Futterkorb erstmal 10 Minuten auf den Futterplatz verweilen lassen um zu sehen ob Fische auf den Platz sind. Danach baute er einen Futterplatz mit größeren Körben auf.

Jonas seine Box fast fertig eingerichtet. Das Futter fehlt noch.....

Nach dem ersten Biss war Jonas gespannt was sich auf den Angelplatz tut und das braucht auch oft seine Zeit bis die Fische sich auf den Futterplatz versammeln.  

So war seine Aufmerksamkeit auf mich gerichtet. Ich hatte wieder einen Biss nach einer halben Stunde Angeln und diesmal hatte sich etwas Größeres an den Köder gemacht. Zuerst dachte ich an einen Brassen und schob meine Rute zurück und bevor ich abstecken konnte gab der Fisch Vollgas.

Über 15 Minuten dauerte der Drill jetzt und der Fisch tobte sich weiter aus.

Es entwickelte sich ein heißer Drill an der 13m langen Kopfrute. Dieser wurde ziemlich heftig doch die Montage am schwarzen ZIM ES 0,85mm Stärke hielt stand und der Fisch auch. Schon waren die ersten 5 Minuten um und der Fisch zog seine Kreise ohne Ermüdungserscheinungen. Das Thermometer stand schon auf gut 25 Grad hatte ich im Gefühl und alles andere als Leicht war es nicht.

Die Minuten vergingen in nu und ich hatte leider nicht auf die Uhr geschaut aber der Dril dauerte sicher schon über 15 Minuten an. Keine Spur von Müdigkeit beim Fisch und mein Rücken ließ Grüßen und hier hatte ich vergangenes Jahr an der Ouden IJssel schon mal einen Drill mit einen Hecht über 1 Stunde. 

Solche Drills sind spannend aber mit umgewissen Ausgang. Leider oft ohne glückliches Ende.

Nach über 20 Minuten Drill wurden die Aktionen langsamer und ich konnte auf 7,5m abstecken und den Fisch näher heran drillen. Dann verzog er sich ausgerechnet in die 2 einzelnen Pflanzenstengel einer Dotterblume, verharkte sich und schon beim Versuch dagegen zu halten riss das ZIM ES hinter der Draconverbindung. Scheiße.  

Die Pose lag zu meinen Füßen und ein versuch die Schnur zu ergreifen schlug fehl. Jonas half mit dem Kescher und bekam sie zu fassen. Die Schnur in der Hand und den Fisch noch dran und ein anderes 2 Teil mit neuem Gummizug wurde angeknüpft mittels Schlaufenverbindung und dann war leider der Fisch weg. Schade.

Jetzt war Jonas auch mal an der Reihe und jetzt konnte ich auch mal ein paar Bilder von Jonas machen.

Danach war  bei mir erst mal Ruhe auf den Platz. Jonas hatte einen Biss und schlug an und der Fisch saß sicher am Haken. Vorsichtig kurbelte Jonas den Fisch heran und konnte ihm sicher vor den Dotterblumen keschern.  

Ein dickes Rotauge hatte den Köder genommen.

Danach tat sich erst mal nicht mehr viel und nach 3 Stunden wechselte Jonas auf die andere Seite in gut 50m Entfernung seinen Angelplatz. Dort dauerte es auch nicht lange bis er seine ersten Zupfer hatte.

Schon mal von der Null weg und die Hoffnung steigt bei Jonas auf weitere Fische.

Zwischenzeitlich bekamen wir auch ein paar Zuschauer und lauschten gespannt einen älteren Herrn, der hier am Samstag ein Angeln hat. Viele dicke Fische gibt es hier weil die strömende IJssel keine 2 Km von hier Entfernt ist und diese Fische sich hier gerne aufhalten.

Warten auf den nächsten Biss. Bei Strömung fängt man deutlich mehr Fische, weil diese dann Aktiver sind.

Endlich konnte ich ein kleines Rotauge fangen und kurze Zeit später eines  um die 100g. Auch Jonas fing jetzt etwas besser und ein paar gute Fische landeten in den Setzkescher darunter auch eine Brasse um die 800g.

Kurz danach hatte ich den nächsten Biss. Wieder ein dicker Brocken und ein heißer Tanz sollte folgen. Vorfach 0,10mm mit Haken 18 und einen Caster an einen weißen Gummizug Stärke 1,25mm und der Fisch zog Gummi bis zum Anschlag. Jetzt ließ ich mir noch mehr Zeit und der Drill dauerte auch schon gut 20 Minuten.  

Irgendwann klappt es sicher hier mal um ein Monster hier raus zu kriegen.

Die Arme wurden länger und der Fisch nur langsam müde. Jetzt kam er der Wasseroberfläche deutlich näher. Ich sah eine große schwarze Schwanzflosse und Jonas einen riesigen Brassen. Danach tauchte er ab und die Montage kam mir entgegen. Ausgeharkt. Mist. So kann es einen gehen wenn man nicht das Quäntchen Glück hat diesen auch mal in den Kescher zu bekommen. 

Drei Fische und 2 Dicke verloren. Irgendwann klappt es mal.

Die Hitze hatte uns gut zugesetzt und auch die Fische hatten keine Lust mehr zu beißen. So packten wir nach gut 5 Stunden Angeln ein und freuten uns auf das Kühle Nass an Getränken zu Hause. Morgen ist ja schließlich auch noch ein Tag und da werden die Karten neu gemischt.

Jonas hatte die Dickeren heute gefangen. Die Feeder ist hier oft im Vorteil und gab heute den Ausschlag.

Fazit:

Letztes Jahr hatten wir an einer anderen Teilstrecke besser gefangen. Aber jeder Tag ist anders und so muss man sich auch mal mit weniger Fischen bei gut 28 Grad begnügen. Den Fischen war es wohl auch zu Heiß? 

 

 

 

 

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