6. Angeln Nationale Topcompetitie am Noordhollands Kanaal

Alle Teilnehmer befinden sich im Aufbau ihres Angelplatzes.

Bereits am Samstagabend traf ich nach reichlicher Überlegung für mich Entscheidungen die in Zukunft mehr Gewicht und an Bedeutung haben sollen. Schließlich ging es darum das schlechte Ergebnis vom Vortag vergessen zu machen.  

Die Kontrolleure vom A-Sektor und vielen Dank für die vielen Bilder, die ihr wieder für mich gemacht habt.

Mit im Boot waren aber auch Harry und Timmy Voerman, der bei der U23 angelt und da waren wir uns einig. Man muss dieses Jahr anders Füttern als sonst und dem Rechnung tragen damit nicht alles gleich in ein Desaster endet.  

Noch 3 Minuten bis zur Startfütterung.

So hatte ich mein Futter kurzerhand auf einen Mix 1 zu 3 getrimmt (sprich 1 Teil Erde und 3 Teile Futter) und einen puren Teil an Futter für die Brassen zum nachfüttern übrig gelassen. Hinzu kamen purer Lehm als Transportmittel für die Mückenlarven, um die Brassen wenn sie auf den Futterplatz kommen auch dort fest zu Nageln.

Saubere Köderführung bzw. Absenken der Montage war wichtig um Erfolgreich zu sein.

Die äußeren Bedingungen waren sehr gut. Die Gewässertiefe gegenüber dem Vortag fast gleich. Heute wurde auch für alle Fälle die Matchrute ausgepackt und auch wieder ein Futterplatz angelegt. Die kurze Bahn wählte ich heute länger auf 7,50m und wie gewohnt die 13m Bahn.

Viele Angler waren guter Laune und warteten auf was kommen mag.

Bei der Startfütterung wurden heute kleinere Lehmbälle auf die 13m geworfen und noch 3 weitere Fütterbälle mit Erde und Ködern versetzt mit dem Polecup sauber auf den Futterplatz gebracht. Auch die kurze Bahn wurde so angefüttert. Mit der Match blieb ich 5m vom gegenüberliegenden Ufer weg, weil meine Technik mit den Wurfstab noch nicht ganz ausreicht und ein Katapult ja verboten ist.

Bob beim Drill einer Brasse.

Nach dem Startsignal wurden die gleichen Posen eingesetzt wie am Vortag und auch hier gab es eine kleine Änderung. Hier fischte ich mit knapp 3 cm bis 5cm von Beginn an auf den Boden. Die anderen Montagen hatte ich in 5cm Schritten angepasst um so auch nicht ständig umstellen zu müssen bzw. sollte es sich heute zeigen das die Strömung zeitweise mehr wurde und auch die 2g Montage im Einsatz kam.

Regel treiben auf den Angelplätzen. Die Fische beissen heute besser.

Jetzt also konnte das Angeln beginnen und es dauerte keine 2 Minuten bis die Pose abtauchte und eine kleine Güster am Haken hing. Abgeködert, angeködert und weiter ging es. Sauberes einsetzen der Pose war wichtig und etwas warten bis sich die Schnur streckte konnte der Rest der Pose in einem Zuge abgesenkt werden.

Der Wurfstab zum Anfüttern im Einsatz. Die Match und die Bolo kamen heute vermehrt im Einsatz.

Und siehe da es funktionierte. Kaum stand die Pose 5 Sekunden und schon verschwand sie auch schon wieder. Biss! Anschlag, Drill und Landung und schon war ein Rotauge im Setzkescher verschwunden. Geht doch. Und so lief die erste halbe Stunde wie am Schnürchen.  

Alle Sorten Köder wurden gebraucht. Hier Mückenlarven am Haken.

Jetzt hatte ich 12 Fische in der kurzen Zeit fangen können, darunter immer wieder auch Bonusfische über 100g und links und rechts blieben die Ruten fast immer unten. Ich blieb meinen Rhythmus treu wobei die Bisse langsam leider nachließen. So musste ich erst mal einen kleinen Futterball mit ein paar Ködern nachfüttern und so konnte ich in den letzten 30 Minuten noch weitere 4 Fische fangen.

Ein Bonusfisch hatte den Köder genommen.

Jetzt machte sich auch die Strömung bemerkbar und es wurde deutlich schwieriger an die Fische zu kommen. Auch hatte ich das Gefühl das Brassen auf meiner Futterspur seien könnten und probierte mit einer schwereren Montage mein Glück. In dieser 2. Stunde des Angelns lief es zäh und trotzdem konnte ich weitere 3 Fische hinzu fangen.

Dieser landete sicher im Kescher.

Die 3. Stunde des Angelns wurde besser und bei meinen Nachbarn links und rechts tat sich wenig. Aber 2 Plätze weiter wurden die ersten Brassen gefangen. Jetzt wurde auch die 2g Montage eingesetzt und es dauerte schon eine ganze Weile bis ich auch endlich die erste Brasse am Haken bekam. Diese machte kurz vor dem Kescher Probleme und so dauerte es einige Zeit bis die Brasse sicher im Kescher lag. Puh!

Auch solche Fische bringen einen näher ans Ziel wenn man viele davon fangen kann.

Die Strömung änderte sich fortlaufend und so musste ich ständig mein Kit tauschen. So leicht wie möglich wenn das Wasser stand und nur wenige Zentimeter auf den Boden geangelt werden musste oder wenn die Strömung zunahm dann etwas mehr. Ansonsten bekam ich keine oder nur wenige Bisse und die Köderführung brachte den Ausschlag.

Kleiner Fisch wird abgeharkt.

Dies zeigte sich schon einige Minuten später als ich eine Brasse an der 2g Montage fing und das am Ende der Drift. Dort konnte ich auch noch ein paar kleinere Fische fangen. Aber die Fische waren zu weit weg. Ständiges Nachfüttern sollten die Fische zurück auf den Futterplatz bringen. So hatte ich am Ende 23 Fische auf den Zähler.

Brassen sind bei jeden Angler sehr begehrt und ist Stippers Brotfisch.

Die letzte Stunde musste also noch besser laufen wenn ich vorne dabei sein wollte. Von Platz A 9 aus schwierig aber nicht unmöglich. So wurde es mit der Strömung ruhiger und die 1g Montage kam wieder zum Einsatz. Mit dieser konnte ich in den letzten 30 Minuten Angeln und fing gleich eine Brasse nachdem die Pose wieder auf den letzten Stück abgelassen worden ist.  

Auch ein Kopfplatz auf A1 bringt nicht immer den Sektorsieg, aber eine gute Brasse.

Keine 5 Minuten später hatte erneut eine Brasse den Köder genommen und auch der Anschlag saß aber diesen Fisch hatte ich zu kurz geharkt so das er auf den Futterplatz verloren ging. Schade. Trotzdem konnte ich wie zu Beginn des Angelns noch weitere 6 Fische fangen, darunter auch kleinere Brassen um die 200g und so kamen zum Ende des Angelns gut 30 Fische zusammen.

Bob mit einer Brasse. Am Ende konnte er mit etwas über 9000g den Sektor gewinnen.

Die Nachbarn konnte ich in Schach halten, aber A7 und A11 hatten 5 vielleicht auch 6 Brassen in den Kescher bekommen. Trotzdem hoffte ich auf eine gute Platzierung und wartete bis das Wiegeteam kam. Auf A 3 wurden 9090g gefangen und auf A7 waren es 8800g. Jetzt kam ich an die Reihe. Meine 30 Fische brachten 4906g auf die Waage und damit war ich nicht unzufrieden was die Anzahl der Fische angeht.

Mein Nachbar auf A 7 mit einer Brasse. Hatte am Vortag schon eine 1 gemacht.

Zum Ende des Sektors mit 16 Teilnehmern hatten 5 Angler mehr als ich, wobei Platz 4 mit einer Brasse mehr im Kescher im Bereich des möglichen lag. Meine direkten Nachbarn hatten ca. 1400g und rechts 2000g und das war deutlich. So bin ich mit Platz 6 und einer deutlichen Steigerung gegenüber den Vortag schon zufrieden.

Peter mit einer Brasse. Hatte heute mit ca. 8300g den 3.Platz belegt und war sehr mit der Bolo Erfolgreich.

Fazit:

Bob sein Fang mit etwas über 9000g. Glückwunsch.

Meine Futterstrategie ist aufgegangen und während des Angelns war ich sogar noch in der Lage die Fische mit den richtigen Hilfsmitteln wieder auf den Futterplatz zu bekommen. Am Futter selbst kann ich nichts mehr besser machen und die Varianten mit Erde habe ich noch nicht ganz ausgeschöpft bzw. da kann ich noch zulegen.

Mit 6270g war dies heute der 5. Platz im Sektor.

Mein Angeln auf Brassen ist besser geworden, aber zu meinem eigenen Leidwesen harkt es immer noch. Ansonsten hätte ich hier sicher mehrere Brassen fangen müssen. Wer hier meint das sei Einfach irrt gewaltig.   

Dieser Fang brachte 8880g auf die Waage und war Platz 2 im Sektor.

Ich denke 10 cm vielleicht auch 15 cm auf den Boden wären besser gewesen wo es strömte und die 2g Montage ist leider in den letzten 30 Minuten kaputt gegangen da alles verheddert gewesen ist nach dem die Brasse ausgeharkt ist. Schade. Zum wechseln war mir die Zeit zu Schade und so habe ich mit den restlichen Montagen weiter geangelt.

Die Waage steht bei 4918g und den 6.Platz im Sektor.

Trotzdem habe ich heute viel dazu gelernt und kann das sicher in Gent Terneuzen am Kanaal einsetzen, wo die letzten 2 Angeln stattfinden und bis September bleibt auch noch einiges an Zeit um daran zu arbeiten.

Hauptsache die Fische kann man sehen und die Brassen auch.

 

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Bericht und Auswertung 6. Angeln.

 

 

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Zwischenstand nach 6 Angeln.

  

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Zwischenstand minus 1 Streichergebnis.

 

 

 

 

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